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Spenden |
Die staatlichen Zuschüsse sind knapp bemessen und beschränken sich auf das
für die Aufrechterhaltung des Unterrichts Allernötigste. Um die Lebensqualität der Kinder
insgesamt zu verbessern, kommen auf vielfältige Weise Spenden zum Einsatz, sowohl in Form von
finanzieller Unterstützung wie auch als Sachspenden. Hierbei geht es um
Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung.
Finanzielle Unterstützung
- Gebäude
Wie bei allen Farmschulen müssen die Schulgebäude vom Farmer gestellt werden. Das kleine
Schuldorf, das inzwischen entstanden ist, wird komplett durch Spenden getragen: Klassenzimmer,
Lehrerwohnungen, Internat, Schulsaal.
- Strom und Wasser
Weitere Kosten entstehen durch die Versorgung des Schulgeländes mit Strom und Wasser, für die
ebenfalls der Farmer zuständig ist. Wasser wird mit Hilfe eines Windmotors aus dem Grundwasser
gepumpt, Strom ebenfalls durch Windkraft und Solaranlagen erzeugt.
- Ausstattung
Weitere Spendengelder fließen in das schlichte Mobiliar von Schule und Internat, Bettzeug im Schülerheim, Blechteller für
die Schulspeisung und weitere dringende Anschaffungen für den Schulalltag.
- Ernährung
Die tägliche Schulspeisung - ein Teller Maisbrei für jedes Kind - wird vom Staat
finanziert. Lieferengpässe müssen jedoch vom Farmer überbrückt werden. Längere
Zeit wurde der Maisbrei mit Speiseöl aus einem Entwicklungshilfeprojekt der Bundesrepublik Deutschland noch
gehaltvoller gemacht. Diese Aktion wird nun mit Hilfe des Spendenkontos der Farmschule
weitergeführt. Der Speiseplan des Internats wird regelmäßig um Gemüse, Fleisch oder Fisch ergänzt.
- Schulkleidung
Wie in allen Schulen Namibias ist auch in der Farmschule Naos Schulkleidung vorgeschrieben: Weiße
Blusen und rote Kleider für die Mädchen, graue Hosen und blaue Pullover für die Jungen. Überwiegend nähen die Mütter die Kleidung selbst aus
Stoffen, die ihnen die Schule zur Verfügung stellt. Zu besonderen Gelegenheiten wie Schulkonzerten kauft
Frau Scholz den Kindern neue Kleider und Schuhe.
- Lernmittel
Eine Grundausstattung der Farmschule mit Lernmitteln trägt der Staat. Alle nötigen Anschaffungen,
die darüber hinaus anfallen, werden durch Spenden ermöglicht.
- Kindergarten
Der Kindergarten ist komplett privat finanziert: Gehalt der Kindergärtnerin, einige wenige
Spielsachen, Bastelmaterial und Lernmittel für einen Vorschulunterricht.
- Rehobother Schule
Nach Abschluss der Farmschule können die Kinder eine weiterführende Schule im nahe gelegenen
Rehoboth besuchen. Dafür müssen sie ein Schulgeld entrichten, das sich die Eltern im Allgemeinen
nicht leisten können, und eine Grundausstattung an Kleidung und Bettwäsche
mitbringen. Außerdem übernimmt das Ehepaar Scholz die Fahrt der Kinder von und nach Rehoboth zu
Ferienbeginn und -ende.
- Weitere Ausbildung
Möglichst vielen Schulabgängern soll eine weitere Ausbildung ermöglicht werden. Viele Mädchen
lernen Haushaltsführung, die Jungen lassen sich zu qualifizierten Farmarbeitern ausbilden. Nach
Abschluss der zehnten Klasse absolvieren einige Schülerinnen eine Ausbildung zur Lehrerin oder in der
Tourismus-Branche. Sie alle müssen für den Start ins Berufsleben ausgestattet werden.
Neben privaten Spenden fließt der Erlös unseres jährlichen Verkaufsstandes auf das Konto der
Farmschule. Die Aktion entstand aus der Idee: Deutsche Kinder trennen sich von
Spielsachen und verkaufen sie zu Gunsten namibischer Kinder. Inzwischen erweiterte sich unser Angebot um
Weihnachtsschmuck und Kunsthandwerk.
Sachspenden
Jedes Jahr erreichen etliche Pakete mit Hilfsgütern die Farmschule. In erster Linie handelt es sich
dabei um gebrauchte Kinder- und Säuglingskleidung. Wichtig sind Pullover und warme Hosen: Auch in Namibia wird es im Winter empfindlich kalt mit Nachtfrösten. Praktisch, waschbar und strapazierfähig muss
die Kleidung sein, denn sie wird getragen, bis sie auseinanderfällt.
Das Internat bekommt, wenn möglich,
Bettwäsche. Einige Male konnten wir Wolle schicken, aus der die Frauen für sich und ihre Kinder
stricken. Auch Stoffe zum Nähen und weitere Materialien für Handarbeit wie beispielsweise
Stricknadeln sind immer willkommen. Alles trägt dazu bei, den Lebensstandard der Bevölkerung zu
heben.
Aktuell:
Die Kosten für den Transport von Hilfsgütern sind über die Jahre drastisch gestiegen. Aus
finanziellen und organisatorischen Gründen sind wir bis auf Weiteres nicht mehr in der Lage, Sachspenden zu
vermitteln. Umso dringender sind die Naoser Kinder auf direkte finanzielle Unterstützung
angewiesen. Herzlichen Dank allen unseren Spendern!
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